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1. Unterrichtsgestaltung

Offene Unterrichtsformen sind grundlegendes Prinzip des Unterrichts in der jahrgangsübergreifenden Klasse. Wochenplanarbeit, verbunden mit selbstgesteuertem Lernen, und Methodenkompetenz für die Arbeit in wechselnden Sozialformen sind unabdingbare Voraussetzungen für die notwendige Differenzierung und individuelle Förderung aller Kinder.
Grundlegend für die Unterrichtsgestaltung muss ebenso sein, dass Kinder selbst Verantwortung für ihr Lernen und ihren Lernerfolg übernehmen. Die Lehrkräfte werden zu Lernberatern, -begleitern und Moderatoren, deren Aufgabe darin besteht, das Lernangebot für die Kinder optimal vorzubereiten und zu gestalten und Hilfestellungen im Unterricht zu geben.

Bildlich gespochen ist es für mich, dass alle Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen gleichzeitig starten und zu unterschiedlich Zeiten am Ziel ankommen.

Auf der Fortbildungsseite für Lehrer und Lehrerinnen des Landes NRW findet man eine treffende und umfangreiche Zusammenfassung zum jahrgangsübergreifenden Unterricht. Hier einige Auszüge:

Vorteile der Altersmischung:

• Eine sozial schon gefestigte Gruppe nimmt eine kleinere Gruppe Neuer auf.
• Die Kinder lernen voneinander wie bei Geschwistern.
• Ältere Schülerinnen und Schüler werden zu Experten und Lernhelfern für jüngere.
• Jüngere lernen von Älteren, sie profitieren von deren Kenntnissen und Wissen und erlernen gleichzeitig auch wirkungsvolle Lernmethoden.
• Jüngere übernehmen von Älteren Rituale und andere förderliche soziale Verhaltensschemata.
• Gegenseitige Erziehung zu Rücksichtnahme findet in erhöhtem Maße statt.
• Es ist eine geringere Bedeutung von Rangfolgen zu beobachten.
• Die gegenseitige Akzeptanz steigt, es ergeben sich größere Chancen für Erfolgserlebnisse.
• Patenschaften, Helfersysteme, Partnerarbeit, Kooperation gewinnen eine große Bedeutung.

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